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ETG-Studie fordert mehr flexible, thermische Kraftwerke - Bis 2020 7,9 GW Puffer durch Pumpspeicher erwartet, aber 60 GW benötigt

04.10.12

Die Energietechnische Gesellschaft (ETG) im VDE hat eine Studie veröffentlicht, in der sie mehr flexible Kraftwerke fordert. Die Studie ist das Ergebnis von zwei Jahren Forschungs- und Recherchearbeit und heißt: "Erneuerbare Energie braucht flexible Kraftwerke – Szenarien bis 2020." In Deutschland gibt es derzeit über 30 Pumpspeicher-Kraftwerke mit 6,7 GW Gesamtleistung. Sie wurden ursprünglich geplant, um in Zeiten hohen Stromverbrauchs zusätzliche Energie zu liefern. Die Pumpen werden mit überschüssigem Strom angetrieben, der nicht verbraucht wird, beispielsweise nachts wenn die meisten Menschen schlafen. Durch den Zubau an schwankenden Erneuerbaren Energie werden in Zukunft mehr flexible Pumpspeicherkraftwerke gebaut. Bis 2020 rechnet die Studie etwa mit 7,9 GW. Verglichen mit den rasch wachsenden erneuerbaren Erzeugungskapazitäten verringere sich ihr Anteil aber von 14,7 auf 7,1%. Wie die Studie weiter anführt, stehen Pumpspeicher in Deutschland mit einer Volumenzeitkonstante von nur 7,6h lediglich als Kurzzeitlösung zur Verfügung: etwa um Sonnenenergie vom Mittag auf den Abend zu verlagern. Eine langfristige Speicherung sei damit weder wirtschaftlich noch technisch zu realisieren. Klassische thermische Kraftwerke können ihre Leistung auf bis etwa 40% reduzieren, ohne Probleme im Kessel zu riskieren. Neuanlagen schaffen 25%.