News

Rekordtief beim Strompreis - Trotz Atomausstieg Börsen-Strompreise um 30 Prozent gegenüber Vorjahr gesunken

19.09.12

Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) hat die Preise an der Europäischen Strombörse seit 2011 ausgewertet. Es kam zu dem Schluss: Ein Jahr nach Fukushima sind die Preise an der Strombörse in einem Rekordtief. 
"Grundlaststrom in Deutschland ist auf dem Spotmarkt (...) im Juni mit 3,9 Cent (Juni 2011: 5,2 Cent) pro Kilowattstunde so günstig gewesen wie seit Ende 2009 nicht mehr. Selbst der Preis für teureren Spitzenlaststrom, der die Zeiten mit dem höchsten Strombedarf abdeckt, lag im Juni 2012 mit 5,0 Cent je Kilowattstunde um mehr als 19 Prozent unter dem Vorjahreswert (Juni 2011: 6,2 Cent)."
Das Dilemma aber: Der Verbraucher hat von den niedrigen Handelspreisen für Strom nichts. Obwohl der Stromhandelspreis immer weiter sinkt, wird die Belastung für Stromkunden steigen. Hintergrund: Netzbetreiber sind verpflichtet, den Ökostrom zu einem sehr hohen, festgelegten Strompreis zu kaufen und der Börse zu einem meist deutlich niedrigeren Preis zu vermarkten. Die entstehende Differenz bekommt der Netzbetreiber aus der Ökostrom-Umlage. Sinkt der Börsenpreis für Strom, dann wird der auszugleichende Differenzbetrag größer
Zur Original-Meldung des IWR
Zur Pressemitteillung der ddp über Entwicklung bis 2010