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Sparsame Elektrogeräte können Stromkosten jährlich um bis zu 300 Euro senken - Energieeffizienz bedeutend für Energiewende

04.10.12

Der Zentralverband Elektro- und Elektronikindustrie (ZVEI) hat errechnet, dass sich mit dem Kauf energiesparender Geräte langfristig viel Geld sparen lässt. Verglichen mit 15 Jahre alten Geräten sei der Stromverbrauch bei heutigen Geräten um 50 bis 70 Prozent niedriger, sagt ZVEI-Vizechef Hans-Joachim Kamp. „Wenn ein normaler Haushalt alle seine alten Geräte gegen neue austauschen würde, könnte er jährlich bis zu 300 Euro Stromkosten sparen." Die Verbraucher können durch einen Wechsel in aller Regel Geld sparen. Eine vierköpfige Familie zum Beispiel etwa 100 bis 150 Euro im Jahr. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat der Energieverbrauch von Flachbildschirmen – bezogen auf die Bildschirmgröße – um mehr als ein Drittel abgenommen. Auch Wasser kann durch neue Geräte in nicht unerheblichem Mass eingespart werden. 
Das hohe Einsparpotential betrifft nicht alle elektronischen Geräte: Betroffen sind vor allem Trockner, Waschmaschinen und Kühlschränke. Die Anschaffung eines neuen Laptops lohnt nicht unbedingt, wenn man Strom sparen will. Laptops haben per se einen niedrigen Stromverbrauch. Im Kontrast dazu stehen so genannte Gamer-PCs mit leistungsstarken Grafik-Karten - deren Grafikkarte kann bis zu 1000 Watt pro Stunde schlucken. Ein sparsamer Office- oder Multimedia-PC kommt mit 100 bis 150 Watt pro Stunde aus. 
Auch der Standbyverbrauch spielt eine große Rolle bei der Energieeffizienz von Elektrogeräten. Ab 2013 schreibt die europäische ErP-Richtlinie für ressourcenschonende Produktgestaltung maximal 0,5 Watt Standby-Verbrauch vor. Durch die Vorgabe sollen in der EU immerhin 35 TWh pro Jahr eingespart werden.
Insgesamt käme der Rolle der Energieeffizienz eine bedeutende Rolle für das Gelingen der Energiewende zu, so der Branchenverband ZVEI. Die eingesparte Kilowattstunde Strom sei die beste Alternative zum Grünstrom. Dennoch werde immer noch zu wenig Kapital in energieeffiziente Haushaltsgeräte oder Gebäudetechnik investiert. 

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ZVEI-Meldung zu Stromsparen
Stromverbrauchstest des PC-Magazins