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Agora Energiewende: Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2014

07.01.15

Kernaussage: Erneuerbare verdrängen 2014 erstmals mit einem Stromanteil von 27,3 % Braunkohle von Platz Eins

Erneuerbare Energien liegen erstmals auf Platz eins der deutschen Stromerzeugung, wie die Agora Energiewende in ihrer Bilanz für 2014 herausfand. Erneuerbare Energien legten 2014 nochmals leicht zu und decken inzwischen 27,3 Prozent des inländischen Stromverbrauchs. Windenergie liegt bei den regenerativen Energien mit 8,6 Prozent vorne, dicht gefolgt von Biomasse mit 8 %. Sie haben dauerhaft die Braunkohle von Platz eins im Strommix verdrängt. Der Stromverbrauch ist 2014 mit etwa vier Prozent Rückgang drastisch gesunken – während gleichzeitig die Wirtschaft um etwa 1,4 Prozent wuchs. Damit setzt sich der seit 2007 beobachtete fallende Verbrauchstrend weiter fort, bei gleichzeitig wachsendem Bruttoinlandsprodukt. Die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Stromverbrauch scheint in den letzten Jahren insofern zu gelingen. Steinkohle und Erdgas sind die Verlierer im Strommix. Nachdem bereits die Gaskraftwerke auf das Niveau der KWK-Stromerzeugung reduziert wurden, werden als Nächstes nun im Zuge der Energiewende alte Steinkohlekraftwerke verdrängt. Braunkohlekraftwerke produzieren hingegen weiterhin auf hohem Niveau. Die Treibhausgasemissionen sind 2014 deutlich gesunken. Sie haben aktuell das zweitniedrigste Niveau seit 1990 erreicht. Ursachen hierfür waren der milde Winter Anfang 2014 sowie die deutlich gesunkene Kohleverstromung.

Zur Studie (Januar 2015)