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B. K. Sovacool, Vermont Law School: The Avian and Wildlife Costs of Fossil Fuels and Nuclear Power

13.11.14

Kernaussage: fossile Kraftwerke sind 35 Mal gefährlicher für Wildtiere als Windenergieanlagen; 2009 knapp 24 Mio. Vögel durch fossile Kraftwerke getötet (9,4 Todesfälle pro GWh);

Der US-Energieexperte Benjamin K. Sovacool, mittlerweile als Professor in Dänemark tätig, hat in dieser Studie hochgerechnet, welche Art der Energieerzeugung am meisten Tiere tötet. Seine Bilanz zeigt: Die von Umweltschützern oft angegriffene Windenergie fordert nicht die meisten Todesopfer unter Wildtieren und Vögeln, sondern fossile Energieträger. Dennoch, so Sovacools Meta-Analyse von Artikeln aus den Jahren 2007 bis 2012, würde immer wieder auf die Vogelsterblichkeit durch Windenergie hingewiesen. Sovacool schätzt, dass Windparks rund 0,27 Vogel-Todesfälle pro Gigawattstunde (GWh) verursachen, Kernkraftwerke 0,6 Todesfälle pro GWh und fossile Kraftwerke 9,4 Todesfälle pro GWh. Demnach sind Kohlekraftwerke etwa 35 Mal so gefährlich für Wildtiere und Vögel wie Windenergieanlagen.

Sovacool greift bei seiner Hochrechnung auf Daten verschiedener Studien zurück, u.a. auf Angaben des National Research Council (2009). Zusammenfassend gibt er als Gründe für die hohe Wildtiersterblichkeit durch fossile Anlagen folgende Ursachen an: Wegfallende Lebensräume durch den großflächigen Kohle- und Uranbergbau, Kollision der Tiere mit Stromleitungen und Schlöten, sowie die Vergiftung durch sauren Regen, Quecksilber und Feinstaub.

Zur Studie (Dezember 2012)