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CapGemini: 16th European Energy Markets Observatory (EEMO)

29.10.14

Kernaussage: EU-Großhandelsstrompreise gehen weiter zurück; Gaskraftwerke schließen; derzeit 6,35 Mio. "Prosumer"

Die Unternehmensberatung CapGemini hat in Zusammenarbeit mit der Bank Natixis, der Rechtsanwaltssozietät CMS Bureau Francis Lefebvre und dem Think Tank VaasaETT den 16. Energiemarktbericht für Europa erstellt. Ohne schnelle und tiefgreifende Änderungen würde der europäische Strommarkt chaotisch bleiben und negative Stromgroßhandelspreise weiterhin auftreten. CapGemini sieht vor allem die Gefahr, dass sich der bis 2035 nötige Zubau neuer Stromleitungen (im Wert von 2.200 Mrd. US-Dollar) sich verzögert und sogar neue Gaskraftwerke stillgelegt würden. Energieversorger müssten einen grundlegenden digitalen Wandel durchlaufen. Datensammlung, -verarbeitung und -nutzung seien auch im Energiesektors zukünftig als Schwerpunkt zu betrachten.

Auf dem deutschen Markt erwarteten die Kunden mehr Serviceleistungen, wie ein Energiemanagement, von ihren Stromanbietern. Zudem hätten sich die Kunden vom Konsumenten zum Produzenten mit Hilfe von Solar und Windenergie entwickelt, in Deutschland gebe es etwa 6,35 Millionen dieser sogenannten Prosumer. Manche Haushalte würden ihren Energieverbrauch selbst verwalten wollen und sogar autark wirtschaften, indem sie Energie selbst produzieren und mit Hilfe von Smart Metern und innovativen Kommunikationsmitteln energiesparend einsetzen.

Zur Studienvorschau (Oktober 2014)