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Cours de Comptes: Le coût de production de l’électricité nucléaire. Actualisation 2014

28.05.14

Kernaussage: Atomstromerzeugung zwischen 2010 und 2013 um 20,6 % teurer geworden; hohe Wartungskosten alter Reaktoren als Hauptursache

Frankreichs Oberster Rechnungshof (Cours de Comptes) hat einen Bericht über die Kosten der Stromerzeugung durch Kernkraftwerke erstellt. Der Report baut auf einer 400-seitigen Studie aus dem Jahr 2012 auf. Ergebnis: Die Wartung der überalterten Reaktorflotte treibt die Kosten der Atomstromerzeugung in die Höhe. Allein in den vergangenen drei jahren sei Atomstrom um 20 Prozent teurer geworden. Die Preise sollen bis 2050 weiter steigen, vor allem durch höhere Sicherheitsanforderungen. Der staatliche Energiekonzern Electricité de France (EDF) müsse bis zum Jahr 2025 11 Mrd. Euro in  Sicherheitsmaßnahmen investieren. Pro Jahr entspräche das etwa 1,6 Mrd. Euro, hinzu kämen 1 Mrd. Euro pro Jahr für normale Wartungsmaßnahmen plus 1 Mrd. pro Jahr für Renovierung und den Ersatz von Großbauteilen. Der Cour des Comptes schätzt, dass EDF bis zum Jahr 2033 110 Mrd. Euro investieren muss. Dies würde die Durchschnittskosten ("Coût Courant Économique") von 2010 49,60 Euro/MWh bis 2025 auf 62 Euro/MWh hochtreiben.


Kostenanstieg wegen gealterter Reaktorflotte (Grafik: Cours des Comptes)

Zur Studie (Mai 2014)