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DIW: Erneuerbare Energien. Überschüsse sind ein lösbares Problem

26.08.13

Kernaussage: Unflexible Kohlekraftwerke sorgen für Verwerfung von grünem Strom und hohen Speicherkosten

Eine Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaft (DIW) in Berlin belegt, dass ein flexibleres Stromsystem die Kosten für Speicher minimieren könnte. Der prognostizierte Stromüberschuss könne im Jahr 2032 mithilfe verschiedener Maßnahmen von über 18 Prozent auf unter zwei Prozent der Jahreserzeugung sinken, so Energieexperte Wolf-Peter Schill.

Für die Untersuchung hat das DIW eine Simulation für die deutsche Residuallast bis 2050 vorgenommen. Diese zeigt, dass der Speicherbedarf umso geringer wäre, je flexibler das Stromsystem gestältet wäre. Exemplarisch nutzte das DIW Daten aus dem Szenario B 2032 aus dem aktuellen Netzentwicklungsplan (NEP): Dort trete bei der Simulation nur in 14 Stunden ein Überschuss von mehr als 30 GWh auf Insgesamt ergebe sich ein Überschuss von 4,4 TWh. Dies entspreche weniger als zwei Prozent der maximal möglichen jährlichen Gesamterzeugung aus Wind- und Solarenergie. Wenn allerdings die Flexibilisierungsoptionen im Stromsystem nicht umgesetzt würden, dann stiege die gesamte Überschussenergie im Jahr 2032 auf 18 Prozent der Jahreserzeugung aus Wind- und Sonnenenergie.

Zur Studie (DIW, August 2013)