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EC: Subsidies and costs of EU energy. An interim report.

15.10.14

Kernaussage: 2008 und 2012 erhielten Solar- und Onshore-Windenergie mehr Subventionen in der EU als Kohle- und Atomkraft; Langfristig betrachtet dominieren Kohlesubventionen

Mit starker Verzögerung wurde die Studie veröffentlicht, die von der Europäischen Kommission (EC) in Auftrag gegeben und neben Ecofys von KPMG, dem Centre for Social and Economic Research (CASE) und der Beratergesellschaft CE Delft erstellt worden ist. Von allen 28 EU-Mitgliedsstaaten sei Deutschland neben Schweden unter den Ländern, mit den größten staatlichen Eingriffen in den Energiesektor.

Im Jahr 2012 wurde Solarenergie mit 14,7 Mrd. Euro staatlich unterstützt, Onshore-Windenergie mit 10,1 Mrd. Euro. Kohle erhielt ebenfalls 10,1 Mrd. Euro, Nuklearenergie 7 Mrd. Euro (nicht eingerechnet Unterstützung für Forschung und Entwicklung). Allerdings ist die Langzeitbetrachtung wesentlich gewichtiger: Die staatlichen Hilfen, die seit 1970 allein für den Bau von Kohlekraftwerken, Atommeilern und Wasserkraftwerken gewährt wurden, belaufen sich laut Studie auf rund 500 Milliarden Euro. Atomkraft bekam zwischen 1970 und 2007 die meiste staatliche Forschungsförderung für Energieträger (66 %).

Windkraftanlagen waren 2012 bei den Kosten beinahe gleichauf mit Kohle. Mittlerweile sind deren Stromgestehungskosten (LCOE) weiter gesunken. Solaranlagen waren bereits 2012 konkurrenzfähig mit Atomkraft und Gaskraftwerken, vor allem wenn man Folge- und Nebenkosten der fossilen Energieträger miteinrechnet - Gesundheitsschäden, zum Beispiel durch Schadstoffe aus Kohlekraftwerken, und Schäden, die der Klimawandel künftig anrichten könnte. Die so genannten "externen Kosten" der Energieerzeugung in Europa lagen laut der Studie 2012 bei rund 200 Milliarden Euro.

Zur Studie (Oktober 2014)