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ECF: Energiepreismonitor

21.10.14

Kernaussage: günstigere Rohstoffpreise kommen nicht beim deutschen Verbraucher an; Strompreis für Privatverbraucher 25 % höher als 2010

Die European Climate Foundation (ECF), gegründet von der Agora Energiewende und der Stiftung Mercator, veröffentlicht einen monatlich aktualisierten Energiepreismonitor. Dieser bildet in Form eines Index' die Entwicklung der Haushaltspreise für die Energiearten Strom, Gas, Heizöl, Zentralheizung und Fernwärme sowie Kraft- und Schmierstoffe ab. Nach Berechnungen des Hamburger HWWI-Instituts sanken die Preise für Energierohstoffe gegenüber September um 4,2 Prozent. Deutschlands Energieverbraucher bekamen diese Entlastung allerdings diesmal nicht zu spüren. Ein Grund: angesichts der jüngsten Abwertung des Euro steigen allein umrechnungsbedingt die Importpreise – auch für Rohstoffe. Dadurch wurde ein Großteil des Ölpreisrückgangs aufgefangen, den es in Dollar gerechnet auf den Weltmärkten gab. In Euro gerechnet fielen die deutschen Verbraucherpreise für Energierohstoffe so um lediglich 1,2 Prozent. Und auch dieser Rückgang kam an den Tankstellen hierzulande nicht an. Die Preise für Superbenzin stiegen im Gegenteil um 0,5 Prozent, für Kraft- sowie Schmierstoffe insgesamt um 0,4 Prozent gegenüber dem August. Damit wurde auch hier der Abwärtstrend der vergangenen Monate unterbrochen. Der Strompreis stieg für Verbraucher seit 2010 um etwa 25 % an.

Zur Studie (Oktober 2014)