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enervis: Der ideale Kraftwerkspark der Zukunft

13.05.14

Kernaussage: Bereits heute 10 % zu viel Kohlekapazitäten; ohne Reduktion fossiler Kraftwerke werden Klimaziele bis 2040 klar verfehlt;

Das Berliner Energieberatungsinstitut enervis energy advisors hat im Auftrag der Trianel Kraftwerks-Gesellschaften eine Studie über den idealen Kraftwerkspark bis zum Jahr 2040 erstellt. Die Analysten entwickelten dafür ein "Idealszenario", das von 2014 bis 2040 Jahr für Jahr hochrechnet, welche konventionellen Kraftwerke und Speichertechnologien den Ökostrom begleiten müssten, um den Kraftwerkspark so kosteneffizient, klimafreundlich und flexibel wie möglich zu halten. In einem zweiten Szenario ("Real- bzw. Referenzszenario") rechneten die Experten hoch, wie sich der aktuelle Bestand an Kraftwerken entwickeln würde - und welche Konsequenzen dies hätte. Ergebnis: Schon heute existieren in Deutschland zehn Prozent mehr Kapazität aus Braunkohle- und Steinkohlekraftwerken, als in einem kostenoptimierten Modell nötig wäre. Im Jahr 2017 werden es bereits 30 Prozent sein, die unter Klimaschutzgesichtspunkten nicht optimal sind. "Wenn wir aus den veralteten Technologien nicht sukzessive aussteigen, dann verpufft das Geld, das wir in den Ausbau der erneuerbaren Energien stecken. Denn der Klimaschutz, den wir damit erreichen könnten, wird durch einen alten und vergleichsweise unflexiblen konventionellen Kraftwerkspark weitgehend wieder zunichte gemacht", so enervis-Geschäftsführer Uwe Hilmes, einer der Autoren der Studie.

Zur Studie (Mai 2014)