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ExxonMobil: 2015 Outlook for Energy. A View to 2040

27.01.15

Kernaussage: Erdöl bleibt wichtigster Energieträger; beste Aussichten für Erdölkonzerne bis 2040;

Glaubt man dem Ölkonzern ExxonMobil, so bleibt auch in Zukunft alles wie es ist. Erdöl soll bis 2040 der wichtigste Energieträger weltweit bleiben. Obwohl laut ExxonMobil Wind, Sonne und Biomasse die mit 6 % pro Jahr am schnellsten wachsenden Energieträger seien, würden sie bis 2040 nur 4 Prozent des weltweiten Energiebedarfs abdecken. Alle erneuerbaren Energieträger zusammen, inklusive Wasserkraft, würden nur 15 % des weltweiten Energiebedarfs decken, während sich Nuklearenergie verdopple. Grund dafür sei die Volatitliät der Erneuerbaren, die es ihnen unmöglich mache, Energie auf Abruf bereitzustellen. Dabei ignoriert ExxonMobil innovative Demand-Response-Technologien und steht im Widerspruch zu Prognosen der IEA, die bis 2040 erwartet, dass Erneuerbare 33 Prozent des weltweiten Strombedarfs bereitstellen werden, oder dem europäischen Dachverband für erneuerbare Energien EREC, der bis 2040 bis zu 50 % erneuerbaren Strom weltweit erwartet. Laut der IEA sollen Erneuerbare, nicht Gas die Kohle in ihrer Bedeutung als Energieträger überholen

Insgesamt soll die Nachfrage nach Energie, besonders bei Strom und fertigender Industrie, bis 2040 global um 35 % ansteigen. Schuld daran sei ein Anwachsen der Mittelschicht und eine Verbesserung der Lebensstandards auch in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die USA würden zum Nettoexporteur von Öl und Gas, wobei Gas eine stärkere Nachfrage erleben werde und Kohle in seiner Bedeutung überhole. Obwohl die Nutzung von Elektro- und Hybridfahrzeugen zunehme, werde die Nachfrage nach Benzin und Diesel ungebrochen hoch sein. Auch in Deutschland soll 2040 rund 70 Prozent des Primärenergiebedarfs von fossilen Energieträgern gedeckt werden, 60 Prozent davon mit Gas und Öl, wie aus einer Extra-Studie hervorgeht.

Zur Studie (Januar 2015)