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FÖS, Greenpeace: Kosten und Nutzen der Energiewende

24.02.14

Kernaussage: Verbraucher zahlen mehr Subventionen für Kohle und Atom (10,2 ct/kWh bzw. 360 Euro pro Jahr) als für die Energiewende via EEG-Umlage (6,24 ct/kWh bzw. 220 Euro pro Jahr)

Eine Kurzstudie des Forums ökologisch-soziale Marktwirtschaft (FÖS) zeigt im Auftrag von Greenpeace Energy dass Endverbraucher mehr für Atom- und Kohlestrom ausgeben, als für die Förderung erneuerbarer Energien. Während die EEG-Umlage für jeden transparent in der Stromrechnung ausgewiesen sei, gäbe es bei fossilen Energieträgern versteckte Kosten. Zum einen seien dies staatliche Förderungen für Atom- und Kohlestrom, die zu großen Teilen den Staatshaushalt belasten und indirekt über die Beiträge der Steuerzahler finanziert werden müssten. Darüber hinaus verursachten die konventionellen Energieträger so genannte „externe Kosten“ durch Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen sowie dem Risiko nuklearer Unfälle, die letztlich ebenfalls von der Gesellschaft getragen werden müssten.

Der volkswirtschaftliche Nettonutzen durch umweltfreundliche Enegieträger tauche bislang im Strompreis nicht auf: Würde man die berechnete Nutzenwirkung von 522 Milliarden Euro bis 2050 auf 77 Millionen Einwohner in Deutschland verteilen, ergäbe sich daraus eine durchschnittliche Ersparnis von rund 180 Euro pro Person und Jahr.

Zur Studie (Februar 2014)