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FÖS, Greenpeace: Kostenrisiken für die Gesellschaft durch den deutschen Braunkohletagebau

12.05.14

Kernaussage: Braunkohletagebau verursacht Folgekosten in Milliardenhöhe; bis 6,4 Mrd. Euro Gesundheitskosten jährlich; 12 Mrd. Sanierungskosten in neuen Bundesländern

Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) hat im Auftrag von Greenpeace hat untersucht, welche langfristigen Folgekosten durch Braunkohletagebau auf die Volkswirtschaft zukommen. Zur Abwendung braunkohlebedingter Gewässerbelastungen durch Eisen- und Sulfateinträge seien allein in Sachsen zwischen 14 und 46 Mio. Euro Kosten zu erwarten. Hinzu kämen Betriebskosten von mindestens rund 7 Mio. Euro jährlich. Bereits bei einer Laufzeit von 10 Jahren lägen die geplanten Maßnahmen demnach in einer Größenordnung von 100 Mio. Euro. Da die Rückstellungen der Bergbauunternehmen nicht ausreichen, muß die öffentliche Hand für die Sanierung der Folgeschäden in Milliardenhöhe aufkommen: Einer der größten Kostenfaktoren sei der Rückbau von Anlagen und Ausrüstungen, die Sicherung bzw. Beseitigung ökologischer Altlasten, die Herstellung eines weitgehend selbstregulierten Wasserhaushalts, die Rekultivierung der beanspruchten Flächen sowie die Schaffung von Voraussetzungen für die Folgenutzung. Finanzielle Risiken ergeben sich auch durch Krankheiten infolge von Umsiedlungen, Feinstaub und Lärmbelästigung. Diese beziffert das FÖS auf jährlich bis zu 6,4 Mrd. Euro.

Zur Studie (Mai 2014)