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Fraunhofer ISE: Kurzstudie zur historischen Entwicklung des EEG

15.07.14

Kernaussage: EEG-Umlage könnte 2015 sinken

Die Kurzstudie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg analysiert die historische Entwicklung der EEG-Umlage und kommt zu dem Schluss, dass diese bereits 2015 wieder sinken könnte. „Mit 6,24 Cent/kWh in 2014 hat sich die Umlage seit 2009 nahezu verfünffacht, während sich die Vergütungszahlungen mit voraussichtlich 21,26 Milliarden Euro nur etwas mehr als verdoppelt haben“, sagt Prof. Dr. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer ISE, „die eigentliche Förderung der erneuerbaren Energien und der Zuwachs bei der EEG-Umlage liegen damit erkennbar im Missverhältnis.“ „Da für Ende des Jahres mit einem Überschuss von etwa zwei Milliarden Euro auf dem EEG-Konto zu rechnen ist, würde die Umlage ohne die Reform des EEG für 2015 nicht weiter steigen, sondern eher fallen“, hat Prof. Dr. Bruno Burger, Leiter der Gruppe Energiedaten und strategische Entwicklung bei Fraunhofer ISE, errechnet. In der Studie zeigt das Fraunhofer ISE auch, dass die für die Höhe der EEG-Umlage entscheidende Größe letztlich nicht die Vergütungszahlungen an Anlagenbetreiber sind, sondern die Differenzkosten. „Einfach gesprochen sind das die Vergütungszahlungen abzüglich der Vermarktungserlöse für den erneuerbaren Strom“, so Burger. Gab es hier bis einschließlich 2009 einen kontinuierlichen Anstieg der Vermarktungserlöse, gingen diese nach der Reform des EEG-Wälzungsmechanismus im Jahr 2010 deutlich zurück.

Zur Studie (Mai 2014, Update: 30.6.2014)