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Germanwatch: Klima-Risiko-Index 2015

03.12.14

Kernaussage: Wetterextreme treffen derzeit vor allem arme Länder; Deutschland im Langfrist-Index von Platz 32 auf Platz 22 nach oben gerutscht

Die Umweltschutzorganisation Germanwatch hat zum zehnten Mal ihren jährlich aktualisierten Klima-Risiko-Index (KRI) veröffentlicht. Er basiert auf Daten der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Munich Re) und des Internationalen Währungsfonds (IWF). 2013 waren laut der Studie die Philippinen, Kambodscha und Indien am stärksten von Wetterextremen betroffen. Den Langfrist-Index für die größten Klima-Risiken führen Honduras, Myanmar und Haiti an. Neun der zehn am stärksten betroffenen Länder zwischen 1994 und 2013 sind Entwicklungsländer aus der Gruppe der Länder mit niedrigem oder niedrigem mittleren Pro-Kopf-Einkommen. Nur eins gehört zu den Ländern mit höheren mittleren Einkommen.

Dass auch Industrienationen nicht von Wetterextremen verschont bleiben, zeigt das Beispiel Deutschland. Die sogenannte Jahrhundert-Flut - bereits die zweite im neuen Jahrhundert nach 2002 - verwüstete ganze Landstriche vor allem entlang der Elbe und der Donau. Hunderttausende Menschen waren direkt betroffen, die Schäden beliefen sich auf mehr als zehn Milliarden Euro. Dadurch nimmt Deutschland für das Jahr 2013 den 32. Platz ein. Die zahlreichen Flutereignisse der vergangenen Jahre, aber auch die vielen Todesfälle durch die Hitzewelle 2003, heben Deutschland im Langfrist-Index zwischen 1994 und 2013 auf Rang 22. 2012 war Deutschland im 20-Jahres-Index noch auf Rang 32 gelegen (vgl. Studie 11/2014).

Zur Studie (Dezember 2014)