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Greenpeace: Gefahr aus der Luft – Drohnenüberflüge bedrohen französische Atomanlagen

25.11.14

Kernaussage: AKW sind ungenügend gegen (terroristische) Angriffe von außen geschützt

Unbemannte Drohnen über AKW haben in den vergangenen zwei Monaten Frankreich alarmiert. Bis zum 20. November seien 31 Überflüge über 15 Atomkraftwerken gesichtet worden sind, wie der französische Energieversorger EdF bekanntgab. Greenpeace hat anlässlich der Vorfälle diese Kurzstudie in Auftrag gegeben. Die Physikerin Oda Becker untersucht darin das Risikopotential solcher Überflüge und kommt zu dem Schluss: Die überalterten AKW Fessenheim, Gravelines und Cattenom seien aufgrund mangelnder Auslegung und besonderer Störanfälligkeit besonders gefährdet. Die Gefahr durch Angriffe von außen betreffe nicht nur Frankreich, sondern ebenso Deutschland, Schweiz, Belgien, Luxemburg, Österreich, Italien und andere Länder. Besorgniserregend sei zudem das Unvermögen der Sicherheitsbehörden, die Verantwortlichen zu finden oder die Flüge selbst zu verhindern. „Die überalterten Atomanlagen müssen abgeschaltet werden bis die Hintergründe der Drohnenüberflüge geklärt sind“, so Heinz Smital, Kernphysiker und Atomexperte von Greenpeace.
 

Zur Studie (November 2014)