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IEA: Energy Technology Perspectives 2014

15.05.14

Kernaussage: Stromproduktion muss dekarbonisiert werden; Energiewende spart global 71 Billionen US-Dollar; holistischer Ansatz statt nur Steigerung erneuerbarer Energien gefragt

Energy Technology Perspectives 2014 (ETP 2014) analysiert nachhaltige Alternativen bei der Stromerzeugung und -verteilung sowie beim Stromverbrauch. Die Studie gibt einen globalen Ausblick für das gesamte Energiesystem in unterschiedlichen Szenarien bis 2050 unter Berücksichtigung von mehr als 500 Technologieoptionen. Ergebnis: Eine globale Energiewende hin zu sauberer Energie würde 44 Billionen US-Dollar kosten, aber im Gegenzug 115 Billionen US-Dollar für vermiedene Brennstoffkosten einsparen.

Die Analyse fordert zu einem radikalen Umdenken im Energiesektor auf. Mit der Steigerung erneuerbarer Energien alleine könne man die Welt nicht retten, so IEA-Exekutivdirektorin Maria van der Hoeven. Gefragt sei vielmehr ein holistischer Ansatz mit mehr Energieeffizienz und Smart Grids. Besonders die Kohleverstromung (weltweit bei 40 %) kritisiert van der Hoeven: „Die weltweit zunehmende Nutzung der Kohle überschattet den Fortschritt bei der Bereitstellung erneuerbarer Energien.“

Zur Studie (Mai 2014)