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IEA: World Energy Outlook 2013

13.11.13

Kernaussage: USA dominiert bis ca. 2020 Öl- und Gasmarkt; Europa exportiert bis 2035 10 Prozent weniger energieintensive Güter; Anstieg der Subventionen für fossile Energie auf 544 Mrd. US-Dollar in 2012

Der über 700 Seiten umfassende World Energy Outlook 2013 (WEO-2013) der Internationalen Energie-Agentur (IEA) befasst sich mit den globalen Veränderungen im Energiesektor bis 2035. Die USA hätten durch niedrige Gaspreise schon jetzt starke wirtschaftliche Vorteile und würden ab 2015 zum führenden Ölexporteur. Der US-Öl- und Schiefergasboom werde aber nur bis etwa 2020 anhalten, danach dominierten wieder die OPEC-Staaten die Öl- und Gasmärkte. Für Europa hätten die Nachteile bei den Energiepreisen Folgen: Die Exporte energieintensiver Güter würden bis 2035 um 10 % sinken. Staaten wie Europa könnten lediglich mit einer Steigerung der Energieeffizienz auf die Entwicklungen reagieren, um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben.

Die weltweiten Subventionen für fossile Energieträger seien 2012 auf eine Summe von 544 Mrd. US-Dollar angewachsen, schätzt die IEA. Das seien mehr als fünf Mal so viele Subventionen wie für erneuerbare Energien geflossen seien, nämlich ca. 101 Mrd. US-Dollar. Als Folge davon dominierten fossile Energien weiterhin. Der Ausbau der erneuerbaren Energieträger bis 2035 sei weiterhin von Subventionen abhängig, deren Höhe sich bis 2035 auf etwa 220 Mrd. US-Dollar verdoppeln soll. Hier müssten Reformen stattfinden, da bei der steigenden Energienachfrage sonst keine Begrenzung von fossilen Emissionen zu erwarten sei.

Zur Studie (November 2013)