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IIASA, PIK, PBL et al.: Post-2020 climate agreements in the major economies assessed in the light of global models

16.12.14

Kernaussage: Vor allem die Emissionen in China und Indien müssen schnell reduziert werden - Investitionslücken von 800 Mrd. US-Dollar pro Jahr

Die Analyse, an der neben dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) unter anderem die London School of Economics, die italienische Fondazione Eni Enrico Mattei, das Energy Research Centre of the Netherlands (ECN), die niederländische Umweltbehörde (PBL) und das International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) in Wien beteiligt waren, ist eine aufwändige Klimafolgenabschätzung in drei Szenarien.

Mit der Umsetzung der bislang angekündigten Emissionsreduktionen würden die Staaten die Erwärmung gegenüber einem ungebremsten Klimawandel nur um ein bis 1,5 Grad Celsius verringern. Der globale Treibhausgasausstoß würde erst um das Jahr 2040 herum oder später zu sinken anfangen – und damit wohl zu spät, um die Erderwärmung mit einiger Wahrscheinlichkeit noch im erträglichen Rahmen zu halten.

Derzeit gebe es aber für die Umsetzung eines Weltklimavertrages eine Investitionslücke, die besonders groß in den Schwellenländern ausfalle. Es fehlten 800 Milliarden US-Dollar pro Jahr, so van Vuuren, der größte Teil der Lücke – 450 Milliarden US-Dollar – liege dabei in den Entwicklungsländern."Wenn man die CO2-Minderung auf kostengünstige Weise erreichen will, muss ein Großteil in Schwellenländern wie China oder Indien geleistet werden", so Elmar Kriegler vom PIK.

Zur Studie (Dezember 2014)