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IRENA: REthinking Energy

09.09.14

Kernaussage: Erneuerbare sind wettbewerbsfähigster Energieträger und können Klimawandel abwenden; 550 Mrd. US-Dollar Investition pro Jahr notwendig

Die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) hat in ihrer Studie betont, dass der Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 verdoppelt werden muss, um den Kliamwandel noch abzuwenden. Dafür müssten allerdings weltweit pro Jahr 550 Mrd. US-Dollar investiert werden, statt wie im Jahr 2013 rund 212 Mrd. US-Dollar.

Je mehr die Verbreitung der Erneuerbaren zunehme, desto mehr sänken die Kosten. Jahrelang habe Wind- und Solarenergie gekämpft, um gegenüber Kohle, Öl und Erdgas preislich konkurrenzfähig zu sein. In den letzten zehn Jahren jedoch, insbesondere in den letzten fünf Jahren, habe sich das Bild jedoch dramatisch verändert. Erneuerbare Energien seien stabiler und effizienter geworden und zunehmend in der Lage, auch bei nicht optimalen Bedingungen wie schwachem Wind und geringer Sonneneinstrahlung Energie zu liefern. Auch Energiespeichertechnologien hätten sich schnell verbessert. Getragen von staatlicher Unterstützung in Europa und den Vereinigten Staatenseien auch hier die Kosten gesunken.

Die Preise für Solar-Photovoltaik (PV) Preise seien seit 2008 um 80 % gesunken und würden diesen Kurs fortsetzen. Im Jahr 2013 habe kommerzieller Solarstrom Netzparität in Italien, Deutschland und Spanien erreicht, in Mexiko und Frankreich stehe PV-Strom kurz davor.

Die Kosten für Onshore-Windstrom seien seit 2009 18 % gesunken, Windturbinenkosten fast 30 % seit 2008, so dass es in verschiedensten Märkten die billigste Quelle für Elektrizität sei. Mehr als 100 Ländernwürden jetzt Windkraft verwenden. Auch Offshore-Windenergie, bei der Großbritannien mit 4,2 GW Mitte 2014 am meisten installierte Kapazität aufwies, werde schnell wachsen.

Zur Studie (September 2014)