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ODI, Oil Change International: The fossil fuel bailout.

11.11.14

Kernaussage: G20-Staaten investieren 88 Mrd. US-Dollar pro Jahr und damit doppelt so viel in Öl- und Gasförderung wie Ölkonzerne

Die gemeinnützigen Verbände Overseas Development Institute (ODI) und Oil Change International haben in der Studie "The Fossil Bailout" (dt. Rettungsaktion für fossile Energieträger) untersucht, wie viele staatliche Subventionen in die Förderung von Öl, Gas und Kohle fließen. Ergebnis: Die 20 reichsten Staatne der Welt (G20) investieren pro Jahr 88 Mrd. US-Dollar (71 Mrd. Euro) in fossile Rohstoffförderung, obwohl sie 2009 beschlossen haben, Subventionen für fossile Energien abzubauen ("Fossil Fuel Phaseout"). Damit fließt bis zu vier Mal so viel staatliches Geld in die Erschließung fossiler Energien als in die Entwicklung erneuerbarer Energien.

Großbritannien, Russland, die Vereinigten Staaten und Australien zahlten die höchsten Subventionen der G20-Staaten. Die USA hätten Öl- und Gaskonzernen 2013 rund 5,1 Mrd. Dollar (4,1 Mrd. Euro) für die Erkundung von Vorkommen gezahlt. Dies sei doppelt so viel wie noch 2009 gewesen. Aber auch Deutschland bilde keine Ausnahme: Laut dem Bericht gewährt Deutschland Unternehmen, die fossile Energieträger fördern, jährlich knapp 277 Millionen Euro an Steuererleichterung – zusätzlich zu rund 1,6 Milliarden Euro Fördergeldern für die Kohleindustrie.

Zur Studie (November 2014)