News

Öko-Institut: Clearing-Studie Kapazitätsmärkte

11.12.13

Kernaussage: Wenn Kapazitätsmarkt notwendig, ist fokussiertes Modell am vortieilhaftesten; Entscheidung über die Notwendigkeit noch nicht getroffen; erhöhter Forschungsbedarf

Das Öko-Institut hat sich im Auftrag des Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) kritisch mit Modellen für Kapazitätsmärkte auseinandergesetzt. Die Studie wurde bereits im Mai 2013 erstellt, jedoch im Dezember 2013 aktualisiert. Sie räumt sowohl Versorgungssicherheitsverträgen als auch dem Konzept des fokussierten Kapazitätsmarkt eine "hohe Wirkungsgeschwindigkeit" ein. Der fokussierte Kapazitätsmarkt böte allerdings Anreize für eine Transformation des Energiesystems, da er Flexibilitätsanforderungen und Emissionsobergrenzen für neu ins System kommende Anlagen festlege. Bei jeder Art von Kapazitätsmarkt entstünden Kosten, die beispielsweise über die Netzentgelte refinanziert werden müssten. Die endgültige Entscheidung, ob ein Kapazitätsmarkt wirklich notwendig ist, sei aber noch nicht getroffen worden. Es bestehe weiterer Forschungsbedarf, um ein Marktversagen bzw. die Gefährdung der Versorgungssicherheit auszuschließen.

Zur Studie (Dezember 2013)