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OGP: Macroeconomic Effects of European Shale Gas Production

03.12.13

Kernaussage: Fracking in der EU kann 1,1 Mio. Jobs schaffen; EU-Gaspreis wird nicht auf US-Niveau sinken

Die International Association of Oil and Gas Producers (OGP) hat eine Studie herausgegeben, die die makroökonomischen Effekte der Schiefergasförderung in der EU zwischen 2020 und 2050 erörtert. Sie wurde von den Unternehmensberatungen Pöyry Management Consulting and Cambridge Econometrics angefertigt. Die Studie ist eine Art Werbe-Portfolio für Schiefergas-Förderung und kann schon aufgrund des Auftraggebers nicht als unabhängig und objektiv betrachtet werden. Eine Auflistung externer Folgekosten des Frackings fehlt komplett. Immerhin gesteht die Studie ein, dass auch mit Schiefergas die EU-Energiepreise nicht so stark sinken werden wie in den USA. Bis 2035 würde Fracking den Gaspreis in der EU nur um 2 % senken, bis 2050 um etwa 6 %, prognostiziert die Studie.

Als Vorzüge des Frackings stellt die Ölindustrie der EU im Falle eines Schiefergas-Booms hohe Steuereinnahmen, 1,1 Mio. neue Jobs bis 2050 und niedrigere Gaspreise in Aussicht. Bis zu 3,8 Billionen Euro zusätzliches Kapital könne durch Fracking binnen 30 Jahren erwirtschaftet werden, so die Studie. Die Abhängigkeit von Gasimporten könne bis 2035 von 89 % auf 63 % reduziert werden.

Zur Studie (November 2013)