News

Oliver Wyman, TUM: Gesundheitscheck Energiewende - Folgen und Herausforderungen der Energiewende für Haushalte, Industrie und Energiewirtschaft

27.01.15

Kernaussage: 75 % der Deutschen wollen Energiewende - auch die Firmen

Für die Studie „Gesundheitscheck Energiewende – Folgen und Herausforderungen der Energiewende für Haushalte, Industrie und Energiewirtschaft“ haben der Lehrstuhl für Unternehmensführung der TUM und die Managementberatung Oliver Wyman von September bis November 2014 mehr als 1.000 Privathaushalte und über 120 Unternehmen aus Energiewirtschaft und Industrie in Deutschland befragt. Oliver Wyman ist eine hundertprozentige Tochter von Marsh & McLennan Companies. Mit einem voraussichtlichen Investitionsbedarf von rund 310 bis 360 Milliarden Euro bis 2030 sei die Energiewende eines der größten Projekte in Deutschland. 50 % der Privathaushalte glauben nicht an eine erfolgreiche Realisierung.

Skepsis zeigt sich auch bei Industrieunternehmen. Rund 70 Prozent rechnen im Rahmen der Energiewende mit höheren Energiebeschaffungskosten. Dennoch wollen 67 Prozent der Industrieunternehmen keine eigenen Kapazitäten zur Energieerzeugung aufbauen. Die 2014 vorgenommenen Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) haben die Situation aus Sicht der Befragten nicht verbessert. 70 Prozent der Privathaushalte, mehr als 80 Prozent der Industrieunternehmen und über 80 Prozent der Energieversorger sehen keine beziehungsweise negative Effekte. Lediglich 18 Prozent der Haushalte, 13 Prozent der Unternehmen und 17 Prozent der Energieversorger beurteilen die Änderungen des EEG positiv. Die Befragten in allen drei Gruppen haben eine klare Erwartungshaltung hinsichtlich der Ausgestaltung der Energiewende. 78 Prozent der Energieversorger finden vor allem Onshore-Windanlagen attraktiv, was die neuen Aktivitäten oder den weiteren Ausbau ihres Unternehmens im Bereich erneuerbare Energien angeht.

Zur Studie (Januar 2015)