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PIK, IIASA: Disentangling the effects of CO2 and short-lived climate forcer mitigation

05.11.14

Kernaussage: Verringerung von Ruß und Methan kann Klimaerwärmung nur um Jahrzehnte aufschieben; CO2-Minderung am wichtigsten

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und d as Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Wien haben untersucht, wie sich die Minderung unterschiedlicher Treibhausgase auswirken. Ergebnis: Für die Abschwächung des langfristigen Klimawandels bringt es wenig, zunächst andere Treibhausgase als CO2 zu verringern. Gleiches gilt für eine Verringerung der Luftverschmutzung, wie eine neue Studie zeigt. Die Hoffnung war groß, dass die Reduktion so genannter kurzlebiger Klimatreiber – etwa Methan oder Ruß – die Gesundheit der Menschen und die Pflanzenwelt schützt, und auch den weltweiten Temperaturanstieg begrenzt. Nun zeigt sich, dass nur eine Minderung des CO2-Ausstoßes der Erwärmung auf Dauer begegnen kann. Kurzlebige Klimatreiber bleiben für einen Zeitraum von wenigen Tagen bis zu einem Jahrzehnt in der Atmosphäre – CO2 hingegen überdauert Tausende von Jahren.

Die kurzlebigen Emissionen kämen aus einer Vielzahl von Quellen, etwa Dieselmotoren, Öfen, Kohlebergwerken oder aus der Viehhaltung. Sie bleiben für einen Zeitraum von wenigen Tagen bis zu einem Jahrzehnt in der Atmosphäre – CO2 hingegen überdauert Tausende von Jahren. Die in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichte Studie zeigt, dass der langfristige Nutzen einer Verringerung dieser Emissionen in Szenarien zur Klimastabilisierung überschätzt wurde.

Zur Studie (Oktober 2014)