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PIK, PNNL et al.: Limited impact on decadal-scale climate change from increased use of natural gas

17.10.14

Kernaussage: Schiefergas-Boom wird Klimawandel nicht aufhalten; billiges Gas kann Emissionen bis zu 11 % erhöhen; Verdrängung grüner Alternativen

Das durch Fracking geförderte Schiefergas führt voraussichtlich nicht zu einer Reduktion der globalen Treibhausgas-Emissionen. Das ist das Ergebnis aufwändiger Computersimulationen von namhaften Instituten, zu denen auch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) gehört. Der Schiefergas-Boom werde den Klimawandel nicht aufhalten, so der Leitautor der Studie, Haewon McJeon vom Department of Energy Pacific Northwest National Laboratory (PNNL). Die Verbrennung von Erdgas produziere zwar nur halb so viel CO2-Emissionen wie Kohle pro Energieeinheit. Ein weltweiter Gas-Boom würde aber aller Wahrscheinlichkeit nach die Emissionen um bis zu 11 Prozent erhöhen. Die Ursache dafür seien niedrige Energiepreise, die den Verbrauch drastisch erhöhten. Außerdem verdränge das billige Gas nicht nur Kohle, sondern auch CO2-arme Techniken wie Solarkraft, Windenergie und Atomkraft vom Markt. Dieser Effekt mache den Vorteil der geringeren Emissionen aus dem Erdgas zunichte.

Zur Studie (via Nature, Oktober 2014)