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Prognos: Letztverbrauch 2019 Planungsprämissen für die Berechnung der EEG-Umlage

26.01.15

Kernaussage: Stromprivilegien steigen;  Industrie erhält im Jahr 2019 479 Mio. Euro

Der privilegierte Letztverbrauch wird laut dieser Studie, die von Prognos für die Übertragungsnetzbetreiber erstellt wurde, leicht steigen. Dieser nehme von rund 94 TWh im Jahr 2013 auf 107 TWh im Jahr 2014 und auf knapp 115 TWh im Jahr 2019 zu. Einen großen Anteil am Anstieg zwischen 2013 und 2014 hat der Wechsel von rund 6,5 TWh Bahnstrommengen aus dem Eigenverbrauch in die Privilegierung. Das zukünftig steigende Wirtschaftswachstum ist für den weiteren Anstieg bis 2019 verantwortlich. Das Umlageaufkommen steigevon voraussichtlich 366 Mio. Euro im Jahr 2014 auf über 880 Mio. Euro im Jahr 2019 (inkl. Selbstbehalt).

Das gezahlte Umlageaufkommen im Jahr 2015 betrage als Ergebnis inklusive der Zahlungen für den Selbstbehalt 629 Mio. Euro und liege somit rund 72 % über dem voraussichtlichen Aufkommen im Jahr 2014 in Höhe von 366 Mio. Euro. Von den 629 Mio. Euro entfallen rund 150 Mio. Euro auf die Schienenbahnen, 479 Mio. Euro auf die privilegierten Unternehmen. Dass die Schätzung recht konservativ ist, zeigen die bisher rasant gestiegenen Zahlen: Wurden 2012 rund 440 Mio. Euro "gewälzt", so erhöhte sich die Zahl 2013 schon auf rund 630 Mio. Arepo Consult schätzt in seiner Kurzstudie für 2013 bereits eine Summe von 700 Mio. Euro. Insgesamt ergibt sich laut Arepo für 2013 eine geschätzte Entlastung der deutschen Wirtschaft in Höhe von 16 Mrd. Euro bei Energie- und Emissionsabgaben.

Zur Studie (November 2014)