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Robert Germeshausen, Andreas Löschel: Energiestückkosten als Indikator für Wettbewerbsfähigkeit

28.01.15

Kernaussage: kein Nachteil durch Strompreise; Deutschland bleibt weiterhin wettbewerbsfähig

Die Studie von Andreas Löschel, Professor für Mikroökonomik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Robert Germeshausen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) untersucht, ob der deutschen Industrie tatsächlich ein Wettbewerbsnachteil durch zu hohe Strompreise entsteht. Dafür nutzen sie das Konzept des "realen Energiepreises": Zur Errechnung setzen sie die aggregierten Kosten des Energieeinsatzes in das Verhältnis zur Bruttowertschöpfung und erhalten dabei so genannte Energiestückkosten. Mit diesem Bewertungsmaßstan kommen die Experten aufgrund der niedrigen Energieintensität Deutschlands zu folgendem Ergebnis: Deutsche Unternehmen seien vergleichweise gering durch die hohen Strompreise belastet, da sie im internationalen Vergleich geringe Energiestückkosten hätten. Frankreich, Japan und China schnitten schlechter ab.

Zur Studie (Januar 2015)