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UBA: Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas insbesondere aus Schiefergaslagerstätten

04.08.14

Kernaussage: Fracking kein Heilsbringer für den Klimaschutz; klare, strenge Gesetze zum Schutz von Umwelt und Gewässern bei Fracking notwendig

Das Umweltbundesamt (UBA) hat zwei Jahre nach dem ersten Teil nun Das Fracking-II-Gutachten veröffentlicht. Nachdem 2012 rechtliche Regelungen und Verwaltungsstrukturen bewertet wurden, liefert der zweite Teil des Gutachtens nun ein Grundwassermonitoringkonzept, sowie Untersuchungen über Frackingchemikalien, die Entsorgung von Flowback, den Forschungsstand zur Emissions- und Klimabilanz, zur induzierten Seismizität, den Naturhaushalt, das Landschaftsbild und die biologische Vielfalt.

Ergebnis: Das Umweltbundesamt empfiehlt eine umfangreiche Risikobewertung sämtlicher Fracking-Vorhaben zur Gas- und zur Erdölförderung. Dies gilt auch für alle Erprobungsmaßnahmen. Die Aufbereitung des so genannten Flowback (Rückflusswasser) ist laut UBA-Gutachten bislang ungelöst, ebenso die Behandlung des Lagerstättenwassers. Zum Schutz des Wassers rät das UBA, ein sogenanntes Baseline-Monitoring durchzuführen. Sollte ein Fracking-Vorhaben genehmigt werden, müsste ein Unternehmen bereits vor Beginn des Fracking-Prozesses den Zustand des Grundwassers analysieren und diese Einschätzung den Behörden vorlegen. Während des gesamten Fracking-Vorgangs würde dann engmaschig geprüft, ob sich der Zustand des Grundwassers in irgendeiner Form verändert. Auch während der Gasgewinnung und des Rückbaus müssten die Firmen solche Daten erheben. Das Überwachungsmonitoring kann über Grundwasser-Messstellen erfolgen, die es ohnehin flächendeckend in Deutschland gibt. Das UBA empfiehlt ferner, ähnlich wie bei anderen Risikotechnologien – etwa der Gentechnik – ein bundesweit rechtlich verbindliches Fracking-Chemikalien-Kataster bei einer Bundesbehörde zu führen

Zur Studie (Juli 2014)