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UCI, Stanford University: The effect of natural gas supply on US renewable energy and CO2 emissions

28.10.14

Kernaussage: Erdgas verschlechtert die CO2-Bilanz und verhindert den Zubau erneuerbarer Energien in den USA

Um die Klimaziele bis 2030 zu erreichen, setzen die USA auf eine schrittweise Substituierung von Kohle durch Gas. Dass dies die falsche Strategie ist, zeigt eine aufwändige Computersimulation der Universitäten Stanford und California Irvine (UCI). Ergebnis: Die vermehrte Nutzung von Erdgas hat auf die CO2-Emisssionen einen Effekt, der gegen Null geht. Stattdessen verzögert die starke Erdgasnutzung den Wechsel zu erneuerbaren Energien. Sogar, wenn man annehme, dass bei der Schiefergasförderung kein Methan entweicht, sind die positiven Effekte der Erdgasnutzung äußerst geringfügig, so die Leitautorin der Studie Christine Shearer.

“Treibhausgase reduzieren, indem man mehr Erdgas verbrennt, ist so ähnlich, wie eine Diät machen, indem man fettreduzierte Kekse isst” so Steven Davis, Assistenz-Professor der UC Irvine, der die Untersuchungen durchgeführt hat. “Es ist vielleicht besser als gar nichts, aber wenn man wirklich abnehmen will, sollte man gar keine Kekse mehr essen.”

Simulationen zeigen: Mehr Erdgas bedeutet weniger erneuerbare Energien (Grafik: UCI 2014)

Zur Studie (September 2014)