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Universität Graz (Hg.): Cost of Inaction: Assessing Costs of Climate Change for Austria (COIN)

15.01.15

Kernaussage: Jährliche Klimafolgeschäden in Österreich werden bis zum Jahr 2050 vorauss. von 1 Mrd. Euro auf 5,2 Mrd. Euro steigen

Die Universität Graz hat im Rahmen des Klimafolgenforschungsprogramm (ACRP) des Klima- und Energiefonds zusammen mit weiteren nationalen Instituten eine Studie zu wirtschaftlichen Klima-Folgeschäden in Österreich vorgelegt. Im Projekt COIN (Cost of Inaction) arbeiteten 42 ForscherInnen aus 18 Forschungsgruppen aus Österreich. Die Experten kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Kosten durch Extremwetterereignisse innerhalb von 30 Jahren versiebenfacht haben. Der klimabedingte Anstieg sommerlicher Extremereignisse gefährde nicht nur ältere Menschen, sondern auch die Versorgungssicherheit des Stromnetzes und sorge für einen massiven Ausfall von Arbeitskraft. Bereits heute stellten Überschwemmungen eines der ökonomisch bedeutendsten Klima- bzw. Wetterrisiken in Österreich dar. Wassereinbrüche durch Unwetter überforderten immer häufiger die Abwassersysteme. 18 Mio. Euro zahle Österreich jährlich allein für die Reparatur der Straßeninfrastruktur. Die wetter- und klimabedingten Schäden beliefen sich bereits heute in Österreich auf jährlich durchschnittlich rund 1 Mrd. Euro. Diese Zahl berücksichtige nur bedeutende Naturkatastrophen sowie hitzebedingt-frühzeitige Todesfälle. Diese Schäden werden weiter steigen, insbesondere wenn es nicht zu signifikanten Emissionsreduktionen kommen sollte. Das Projekt COIN zeige, dass die gesellschaftlichen Schäden – zunächst für ein mittleres Klimawandelszenario, bis zur Jahrhundertmitte auf durchschnittlich jährlich 4,2 bis 5,2 Mrd. Euro steigen könnte. Um dies zu verhindern müssten dringend Emissionen reduziert werden, sowie ein Katastrophenmanagement entworfen werden.

Zur Studienvorschau (Januar 2015)