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Universität Würzburg: Förderung fluktuierender erneuerbarer Energien: Gibt es einen dritten Weg?

30.09.13

Kernaussage: Beste Fördermethode grüner Energien ist das EEG in Kombination mit einem Auktionsverfahren

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger, Ökonomieprofessor an der Universität Würzburg, hat im Auftrag der Baden-Württemberg-Stiftung acht Fördermechanismen für fluktuierende erneuerbare Energien analysiert. Statt einer Abschaffung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) plädiert er in seiner Analyse für einen "dritten Weg" - der Auktionierung von Stromkapazitäten. Der in den Energy-Only-Markt (EOM) integrierte Kapazitätsmechanismus sei allen anderen Verfahren eindeutig überlegen. Dieses von Bofinger favorisierte integrierte Energiemarktdesign (iEMD) wurde vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) entwickelt: Ein Investor erhält neben einer festen Prämie für die Bereitstellung von Leistung die Möglichkeit, Einnahmen für den von ihm produzierten Strom auf dem EOM zu erzielen.

Besonders ungünstig schneidet bei Bofinger das (schwedische) Quotenmodell ab, das von der Monopolkommission und dem Sachverständigenrat gefordert wird. Das Quotenmodell könne hohe Kosten für die Verbraucher nach sich ziehen. Auch das EEG-Fördermodell habe viele Nachteile, sorge jedoch für Investitionssicherheit und müsse deshalb beibehalten werden.

Zur Studie (September 2013)