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WEC (Hg.): Global Electricity Initiative Report

15.12.14

Kernaussage: internationaler CO2-Preis notwendig; länderübergreifende Koordination kann im Energiesektor jährlich Milliarden einsparen

Der Weltenergierat (WEC) fordert mehr Kooperation im Energiesektor und angemessene CO2-Preise. Der vom WEC herausgegebene Bericht der „Global Electricity Initiative“, eines internationalen Netzwerks von Stromversorgungsunternehmen, das über 80 Prozent der weltweiten Stromerzeugungskapazitäten repräsentiert, ist anlässlich der Klimakonferenz in Lima erschienen. Er wertet unter anderem die Ergebnisse einer CEO-Befragung aus. Ergebnis: Für die Stromversorger ist Klimawandel bereits Realität. Für alle ist die Anpassung an den Klimawandel genauso wichtig wie Klimaschutzmaßnahmen. Erneuerbare Energien haben zwar die größten Zuwachsraten in der Stromversorgung. Trotzdem bleiben fossile Energieträger bis mindestens 2035 dominierend. Als weitere Technologien zum Klimaschutz werden Carbon Capture and Storage (CCS), Stromspeicher sowie Smart Grids genannt. Diese und andere Klimaschutzmaßnahmen erforderten klare und langfristige politische Rahmenbedingungen, allen voran einen angemessenen CO2-Preis. Regionale Integration sehen die Befragten als wichtigen Trend. Die internationale Kooperation im Stromsystem über Ländergrenzen hinweg nutze der Integration erneuerbarer Energien und stärke die Versorgungssicherheit. Bereits heute werde deutlich, wie viele Synergien und Potenziale sich mit jedem Schritt in diese Richtung erzielen ließen. Gerade erst im Herbst habe ein Bericht der niederländischen und deutschen Sektion des Weltenergierates gezeigt, dass  eine engere Koordination im Energiesektor beider Länder Einsparungen von mehreren Milliarden Euro pro Jahr brächte.

Zur Studie (Dezember 2014)