News

Weltenergierat: Energie für Deutschland 2014

30.06.14

Kernaussage: Energiewende keine deutsche Erfindung - EEG-Reform ungenügend, da Gesamtsystem optimiert werden muss; Deutschland hat inkl. Steuern zu hohe Industriestrompreise

Die deutsche Sektion des Weltenergierates (WEC), eine Vereinigung von Akteuren der Energieindustrie, hat die deutsche Energiewende im globalen Kontext untersucht. Ergebnisse: Weder die Energiewende, noch die Energiepreisdebatte ist ein deutsches Phänomen. Die Motive der verglichenen Länder, darunter Indien, die USA, China, UK, Deutschland, Japan und Italien, sind durchaus unterschiedlich: Importunabhängigkeit in den USA, Klimaschutz in Deutschland, bessere Luft in China. Laut dem WEC sind die Industriestrompreise inkl. Steuern angeblich im globalen Vergleich am teuersten. Dies widerspricht einer Studie der Agora Energiewende, derzufolge die niedrigsten europäischen Industriestrompreise in Deutschland, Polen und Tschechien lägen. Parallel stiegen laut Agora die Börsenpreise in den USA, so dass im Jahr 2013 der Strompreis in Deutschland bereits niedriger als in einzelnen amerikanischen Regionen gelegen habe.


Nicht nur die Strom-, sondern auch die Kraftstoffpreise für Endverbraucher steigen weltweit an (Grafiken: WEC)

Zur Studie (Juni 2014)