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ZSW: Monitoring der Energiewende in Baden-Württemberg

12.11.13

Kernaussage: Versorgungssicherheit bis 2019 gewährleistet; danach sind zusätzliche Netze und flexible Kraftwerks-Kapazitäten nötig

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) hat im Auftrag des baden-württembergischen Umweltministeriums den ersten Monitoringbericht über die Energiewende im Bundesland Baden-Württemberg verfasst. In Zukunft soll es jährlich einen Statusbericht geben.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bis 2019/2020, wenn das AKW Philippsburg vom Netz geht, die Versorgungssicherheit gegeben ist. Für die Zeit danach seien jedoch zusätzliche Netze und/oder flexible Kapazitäten wie Gaskraftwerke erforderlich. Bis spätestens 2015 müsse die Planung zusätzlicher Kraftwerkskapazitäten stehen, forderte Umweltminister Franz Untersteller.

Der notwendige zeitliche Spielraum sei gegeben, um auf die zurzeit erkennbar fehlenden ökonomischen Anreize für diese Systemtransformation durch Anpassungen der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene zu reagieren, so Studienleiter Frithjof Staiß vom ZSW. Der Ausbau und die Weiterentwicklung des Verteilnetzes müssten rechtzeitig realisiert werden können: 9 von 10 Stromnetz-Ausbauvorhaben befinden sich entweder im Bau oder sind in konkreter Planung, so die Studie. Auch der Ausbau von Gaspipelines und Wärmenetzen sei nötig, für eine konkrete Abschätzung der Entwicklung lägen aber noch zu wenige Daten vor. Betrachtet wurde auch die Entwicklung der Beschäftigung im Bereich erneuerbare Energien: Diese sei 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent (-2.200 Jobs) zurückgegangen.

Zur Studie (November 2013)